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Das etwas andere Krippenbuch

Zeitreise in eine vergessene Welt des ländlichen Lebens und der Volksfrömmigkeit
[ISBN 978-3-942592-44-4]


Das etwas andere Krippenbuch

    



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Walter Madl


152 Seiten, Softcover


Noch ein Krippenbuch? Was soll daran anders sein? Krippe als heimatkundliche Botschafterin? Den Typus »Heimatkrippe« gibt es schon lange, was soll da neu sein? Die in unserer Krippe dargestellten Objekte sind keine volkstümlichen Attrappen, sondern maßstabgerechte Nachbauten und alles was sich bewegt, schiebt und dreht, ist auch funktionsfähig. Warum arbeite ich an einer Heimatkrippe mit musealem Anspruch? Als ehemaliger Lehrer könnte ich mir die Antwort mit dem Hinweis auf die Bayerische Verfassung einfach machen, denn dort steht im Artikel 131: »... Schüler sind in der Liebe zur Bayerischen Heimat zu erziehen.« Aber was meint schon »Heimat«? Hier kann uns der aus Landshut stammende frühere Bundespräsident Roman Herzog weiterhelfen. Zur Eröffnung der CeBIT Messe in München sagte er am 11. April 2008: »In München sind Laptop und Lederhose eine Symbiose eingegangen«. Für mich persönlich ist unsere Heimat mehr als eine Mischung aus Schuhplattler und Almabtrieb, Wildererromantik und Neuschwanstein, Wiesn und FC Bayern. Wir müssen den Blick auch auf die Wurzeln unseres Daseins lenken. Dies fordert mehr als eine Aufzählung relevanter historischer Daten, mehr als die Lektüre herkömmlicher Schulbücher zur Bayerischen Geschichte. Wir müssen den Blick lenken auf den Alltag unserer Vorfahren, auf seine Herausforderungen und deren Bewältigung. Wir müssen uns auseinandersetzen mit der Geschichte der Bauern und Handwerker und mit der Sozialgeschichte. Je mehr ich das selbst getan habe, desto größer wurden mein Respekt und meine Ehrfurcht vor den Leistungen der Vorfahren. Dabei kam mir ein Spruch des römischen Philosophen Seneca des Jüngeren in den Sinn: »multum egerunt, qui ante nos fuerunt« – viel haben die geschaffen, die vor uns lebten. Unsere Vorfahren haben Begriffe wie Innovation, Kreativität und Nachhaltigkeit wohl nicht gekannt, aber sie haben diese überzeugend gelebt! Gemessen an den Möglichkeiten ihrer Zeit, waren sie vielleicht sogar kreativer als wir. Die Steinerne Brücke von Regensburg tut nach 800 Jahren immer noch ihren Dienst, nicht wenige Stahlbetonbauten der Nachkriegszeit hingegen sind bereits baufällig oder gar eingestürzt. Wir brauchen mehr Demut und Erdung, um der zeitlosen Versuchung des Gigantismus gewachsen zu sein. Die Zukunft können wir nicht aufhalten, aber wir müssen sie nachhaltig gestalten. Nicht immer sind neue Herausforderungen allein mit technologischen Antworten zu meistern. Manchmal wünschtman sich das Erfahrungswissen der Alten zurück. Darumsollten wir die Vergangenheit nicht ganz aus den Augen verlieren. Deshalb war es meine Intention, dass unsere Krippe über die traditionelle Vermittlung biblischer Botschaften hinaus, auch ein Heimat- und Freilichtmuseum en miniature sein soll. Ab Lichtmess werden so auch bis zum nächsten Advent nur heimatkundliche Szenen aufgestellt. Da unsere Familie in Niederbayern verwurzelt ist, orientieren sich dargestellte bäuerliche Alltagsgeräte wie Gsodschneid und Hoazlbänk, die Gebäude, die Figuren und Szenen an authentischen Vorbildern unserer Region. Die Winzerer Hausierer mit ihren Korbwaren etwa werden in unserer Krippe ebenso wiederbelebt wie die durch den Graphitabbau reich gewordenen Millionenbauern der Gegend um Kropfmühl. Nachdem das Vorbild für den Krippenstall ein Brechelbad war und somit ein Gebäude, das bei der Leinenherstellung eine große Rolle spielte, ist es naheliegend, auch auf die Flachsverarbeitung näher einzugehen. Bei der Umsetzung dieses Konzepts waren mir eine entscheidende Hilfe das niederbayerische Freilichtmuseum Finsterau, das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen, das Webereimuseum Breitenberg, das Museum im Schloß Obernzell und nicht zuletzt das von Johann und Katharina Schreiner gegründete private Bauernhofmuseum in Nindorf bei Buchhofen. Lassen wir uns von den beiden selbst sagen, was sie dazu bewegt hat: »Uns ging es in erster Linie darum, das uns noch bekannte Leben und Arbeiten im bäuerlichen Bereich zu erfassen und für zukünftige Generationen zu bewahren«. In diesen Sammlungen warten noch viele stumme Zeitzeugen ländlicher Volkskultur darauf, aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt zu werden. Kehren wir zu Roman Herzog zurück. Wenn unsere bayerische Heimat zukunftsfähig bleiben soll, brauchen wir beides: Laptop und Lederhose. Dabei mag die Laptoppflege vornehmlich Sache der Jungen sein und die Lederhosenpflege in die Kompetenz der Alten fallen. Entscheidend ist das und, also die Kommunikation, das Gespräch, der Austausch und der wechselseitige Respekt. Und zu einer gelebten Kultur des Miteinander gehören, um es in der Bildsprache von Roman Herzog auszudrücken, natürlich auch Tablet und Dirndl. Gerade in stürmischen Zeiten ist es nicht nur für einen Baum wichtig, dass er gut verwurzelt ist. Viel Erfolg und Freude bei der »Wurzelsuche«. Walter Madl







Dieses Produkt haben wir am Donnerstag, 03. Dezember 2020 in unseren Katalog aufgenommen.

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